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Gespräch mit Dr. Clemens Drobig: "In der stationären kardiologischen Reha hat jeder investierte Franken eine hohe Rendite"

Dr. Clemens Drobig, 60-jährig (Bild), verstärkt seit dem Frühjahr 2016 als Leitender Arzt das Team für Kardiologie und Innere Medizin der Reha Seewis. Er ist ein ausgewiesener und erfahrener Facharzt in der Akutkardiologie und der kardiologischen Rehabilitation. Er freut sich, zusammen mit den Zuweiserinnen und Zuweisern möglichst vielen Patientinnen und Patienten mittels einer optimalen konservativen kardiologischen Therapie nachhaltig zu einem gesunden und lebensverlängernden Lebensstil zu verhelfen. Lesen Sie die Antworten von Dr. Drobig auf vier Fragen.

Dr. Clemens Drobig, weshalb wollen Sie Ihre berufliche Karriere in Seewis in der Schweizer Bergwelt fortsetzen?
Dr. Clemens Drobig: In Deutschland habe ich während Jahrzehnten eine erfolgreiche ärztliche Karriere in der Akutkardiologie und der Herzrehabilitation durchlaufen. Zuletzt war ich Chefarzt für die Kardiologie im Reha-Zentrum Bernkastel-Kues im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Dann hegte meine Lebenspartnerin aus beruflichen Gründen den Wunsch, in die Schweiz zu gehen. Daher habe ich mich entschlossen, im Nachbarland nochmals etwas Neues anzufangen. Ich habe mich für die ausgeschriebene Stelle in der Reha Seewis beworben, auch weil ich deren Chefarzt Dr. Michael Coch schon aus meiner früheren Arbeit kenne – und bin nun schon ein paar Monate hier tätig.

Was halten Sie als Rehabilitationsprofi vom Stand der kardiologischen Rehabilitationsmedizin in der Schweiz?
Dr. Clemens Drobig: Wie gesagt, ich bin erst ein paar Monate da, habe aber bereits einen hervorragenden Eindruck. Besonders beeindruckt bin ich namentlich vom Wirken der Schweizerischen Arbeitsgruppe für kardiale Rehabilitation SAKR. Deren laufend überprüften Anforderungsprofile und Qualitätskriterien für die anerkannten Rehabilitationskliniken sowie «Empfehlungen zur Indikation und Durchführung der kardialen Rehabilitation» sorgen einerseits für ein hohes Niveau und anderseits für die laufende Anpassung der Praxis an die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse in dieser medizinischen Disziplin

Was ist denn eigentlich der grösste Nutzen der stationären Herz Reha?
Dr. Clemens Drobig: In dieser Zeit der offenbar unaufhörlich steigenden Gesundheitskosten muss sich jede medizinische Therapie die Frage gefallen lassen: Rechtfertigen die wissenschaftlich festgestellten Ergebnisse die Kosten? Da kann ich aufgrund meiner Erfahrung und dem Forschungsstand die erfreuliche Antwort geben: Jeder Franken, der von den Krankenkassen aufgrund der Empfehlungen der Zuweiserinnen und Zuweisern in die stationäre kardiologische Reha investiert wird, hat eine hohe Rendite. Denn nach einem Herzinfarkt oder einer Herzoperation leben die Patientinnen und Patienten nach der stationären Reha länger und besser. Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz können durch eine Rehabilitation ihr Leistungsvermögen eindeutig verbessern. Die Grundlagen für den Erfolg der notwendigen ambulanten Langzeitbehandlung der in der Regel chronischen Herzerkrankungen werden verfestigt. Gleichzeitig wird damit die Gefahr von kostenaufwendigen Rückschlägen minimiert.

Haben Sie sich hier in der Reha Seewis schon gut eingelebt?
Dr. Clemens Drobig: Ich habe mich vor meinem Eintritt in das kardiologische Team der Reha Seewis sehr gut über meine künftige Arbeitsstätte informiert. Der Chefarzt Dr. Michael Coch hat im Bereich der kardiologischen Rehabilitation einen hervorragenden Ruf. Er sorgt hier in Seewis für eine kompromisslose State-of-the-art-Umsetzung der wissenschaftlichen Richtlinien für die moderne kardiologische Rehabilitation. Bei meinem Wirken vor Ort habe ich nun auch tagtäglich festgestellt, welch persönliche und familiäre Atmosphäre in dieser Klinik inmitten der schönen Graubündner Landschaft herrscht. Von diesem rundum guten Klima profitieren namentlich auch unsere Patientinnen und Patienten. Ich freue mich auf meine kommenden beruflichen Jahre in der Reha Seewis.