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«Wir wollen das grosse Potenzial der Reha Seewis voll ausschöpfen»

Hans-Peter Schwald, Verwaltungsratspräsident der Schweizer VAMED Gesellschaften und damit auch der Reha Seewis (Bild ganz rechts) und Andreas Roos, CEO der VAMED Management und Service Schweiz AG (Bild rechts), unterstreichen im Gespräch mit den E-News der Reha Seewis: «Die Reha Seewis ist eine moderne Rehaklinik mit einer herausragenden medizinischen Reputation. In nächster Zeit geht es vor allem darum, im Rahmen der bestehenden drei Leistungsaufträge, nämlich der kardiovaskulären, internistisch-onkologischen und psychosomatischen Rehabilitation, zu wachsen.»
Lesen Sie die Antworten von Hans-Peter Schwald und Andreas Roos auf unsere Fragen.

Hans-Peter Schwald, was ist die VAMED weltweit?
Hans-Peter Schwald: Die VAMED ist ein 1982 gegründeter weltweit führender Gesundheitsdienstleister mit Hauptsitz in Wien. In 82 Ländern auf vier Kontinenten hat der Konzern bereits mehr als 800 Projekte umgesetzt. Das Portfolio reicht von der Projektentwicklung sowie der Planung und der schlüsselfertigen Errichtung über Instandhaltung, technische, kaufmännische und infrastrukturelle Dienstleistungen bis hin zur Gesamtbetriebsführung von Gesundheitseinrichtungen. Das Unternehmen deckt mit seinem Angebot sämtliche Bereiche der gesundheitlichen Versorgung von Prävention und Wellness über die Akutversorgung bis zur Rehabilitation und Pflege ab. Darüber hinaus ist es ein führender privater Anbieter von Rehabilitationsleistungen und mit VAMED Vitality World im Gesundheitstourismus der grösste Betreiber von Thermen- und Gesundheitsresorts in Österreich. Im Jahr 2016 war die Gruppe weltweit für rund 17’000 Mitarbeitende und ein Geschäftsvolumen von 1,6 Milliarden Euro verantwortlich.

Andreas Roos, wie ist VAMED in der Schweiz aktiv?
Andreas Roos: Wir sind in der Schweiz seit 2012 in der Rehabilitation tätig. Bislang waren es zwei Kliniken: Die Rehaklinik Zihlschlacht für die neurologische Rehabilitation sowie der Rehaklinik Dussnang für die orthopädisch-muskuloskelettale und die geriatrische Rehabilitation. Zusammen mit der kardiovaskulären, internistisch-onkologischen und psychosomatischen Rehabilitation der Reha Seewis decken wir somit künftig in der Schweiz die wichtigsten Rehabilitationsbereiche mit drei eigenen Kliniken ab. Übrigens: Weltweit betreiben wir insgesamt 17 Rehakliniken mit rund 1900 Betten.

Was war die Hauptmotivation zum Kauf der Reha Seewis?
Hans-Peter Schwald: Die strategische Hauptmotivation für unseren Kaufentscheid war die Möglichkeit, mit der Reha Seewis unser Leistungsportfolio massgeblich zu erweitern und damit mit unseren zwei bestehenden Rehakliniken in Zihlschlacht und Dussnang die wichtigsten Rehabilitationsbereiche für Erwachsene aus eigener Hand anbieten zu können. Zudem ist die Schweiz ein Land mit stabilen Verhältnissen, einem hochentwickelten Gesundheitsmarkt und hervorragend qualifizierten medizinischen Fachkräften auf allen Stufen. Diese vorteilhaften Rahmenbedingungen ermöglichen es, ein nachhaltiges Wachstum voranzutreiben.
Andreas Roos: Überdies ist die Reha Seewis eine moderne Rehaklinik mit einer herausragenden medizinischen Reputation. Die Klinik zeichnet sich aus durch eine persönliche Atmosphäre, eine hohe und stabile Zufriedenheit von Patienten und Zuweisern sowie ein überzeugendes Qualitätsmanagement: Die Reha Seewis hat als eine der ersten Kliniken der Schweiz die Rezertifizierung ihres Qualitätsmanagementsystems gemäss der revidierten Norm ISO 9001-2015 erreicht.

Was geschieht mit den bisherigen privaten Eigentümern der Reha Seewis?
Hans-Peter Schwald: Die bisherigen Eigentümer Dariusch Mani und Lorenz Felder, welche die Klinik im Herbst 2013 von der Gründerfamilie übernommen haben, sind weiterhin Mitglied des neugebildeten Verwaltungsrats der Reha Seewis. Zudem wird Dariusch Mani Geschäftsführer bleiben, bis eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gefunden und eingearbeitet ist.

Und was haben die Mitarbeitenden zu erwarten?
Andreas Roos: Unser Ziel ist es, die Standorte nachhaltig weiterzuentwickeln. Dabei bauen wir stets gemeinsam mit den bisherigen Mitarbeitenden auf dem Bestehenden auf. Sowohl in Zihlschlacht wie auch in Dussnang haben wir investiert und die Zahl der Mitarbeitenden erheblich ausgebaut. Die Übernahme durch die VAMED ist mithin eine gute Nachricht für alle Mitarbeitenden: Die Zukunft der Arbeitsplätze ist gesichert.

Wird die Reha Seewis künftig von einer Zentrale aus geführt?
Hans-Peter Schwald: Einer unserer Führungsgrundsätze: Die einzelnen Kliniken sollen möglichst autonom geführt und lokal verankert bleiben. Jede Klinik soll im Kontakt mit den Zuweisern, Patienten, Kostenträgern und Behörden ihren optimalen Weg erkennen und selbständig gehen. Was wir dabei bieten sind die Synergien unter den nunmehr drei Schweizer Rehakliniken unserer Gruppe hinsichtlich des Marktauftritts, des Erfahrungsaustauschs zwischen den Chefärzten und den Mitarbeitenden sowie bei informationstechnologischen(IT-), Finanz- oder Tarifthemen.

Was sind die unmittelbaren Entwicklungsziele für die Reha Seewis?
Andreas Roos: Die Reha Seewis soll ihre Stärke in der kardiovaskulären Rehabilitation erhalten und ausbauen. Viel Potenzial gibt es beispielsweise im wachsenden Bereich des perkutanen Aortenklappenersatzes TAVI. Hier wollen wir ein wegweisendes Rehabilitationsverfahren bieten. Das bereits erworbene qualitativ hochstehende Know-how in den Bereichen der internistisch-onkologischen und psychosomatischen Rehabilitation soll dazu dienen, das grosse Potenzial der Reha Seewis bei diesen Leistungsaufträgen so rasch wie möglich voll auszuschöpfen. Somit geht es in nächster Zeit vor allem darum, im Rahmen der bestehenden drei Leistungsaufträge zu wachsen.

Will die VAMED in der Schweiz weitere Kliniken erwerben?
Hans-Peter Schwald: Wir prüfen laufend, ob es in der Schweiz Kliniken gibt, die in die bestehende Entwicklungsstrategie passen.