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Die Strukturqualität bezieht sich auf alle im Rehabiliationszentrum vorhandenen personellen und materiellen Ressourcen. Mit diesem Begriff werden alle bei der eigentlichen Leistungserbringung eingesetzten Mittel umschrieben. Hierzu zählen:

1. Voraussetzungen

Der zunehmende ökonomische Druck auf die Kliniken in der Schweiz führt dazu, dass bewährte Strukturen in Frage gestellt oder abgebaut werden. Dies führt zu einer Verunsicherung von Patienten, welche Standards sie in einer Klinik erwarten dürfen.

Das Rehabilitationszentrum Seewis ist daher gefordert zu definieren, welche minimalen Strukturanforderungen eine Einrichtung erfüllen muss, um für die volle Weiterbildung von Fachärzten im Gebiet Kardiologie und Innere Medizin geeignet zu sein sich in der Außenkommunikation gegenüber Kostenträgern und Patienten als Rehabilitationsklinik bezeichnen zu dürfen.

2. Grundlage der Strukturanforderungen

Basis der Strukturanforderungen an eine Klinik sind die Definitionen des Fachgebiets laut Weiterbildungsordnung und die in der vorgesehenen Weiterbildungszeit von der Einrichtung zu erbringenden Weiterbildungsleistungen.

3. Strukturqualität

Personeller Standard

Im Bereich der ärztlichen Betreuung ist das Vorhalten eines kardiologischen Facharztstandards, auch im Bereitschaftsdienst, unumgänglich. Die in der Abteilung/Klinik tätigen Fachärzte sollen verschiedene Zusatzqualifikationen haben.

Die pflegerische Betreuung in kardiologischen Abteilungen /-kliniken ist durch speziell kardiologisch-pflegerisch weitergebildete Krankenschwestern/-pfleger zu gewährleisten.

Räumlichkeiten und Hilfsmittel

Stationärer Bereich

Zusammenhängende Betten mit spezieller kardiologischer Pflege sowie Berücksichtigung der kardiologischen Therapie

Verfügbarkeit eines speziellen Raumes für die differenzierte kardiologische Externa-Therapie/Verbände

Ausstattung zur Notfallbehandlung

Ausstattung mit aktuellem Gerätestandard 

Funktionsbereiche und Labors

Folgende Funktionsbereiche und Labors müssen vorhanden und mit aktuellem Gerätestandard ausgestattet sein:

5. Strukturqualität für durch Zusatzbezeichnungen definierte Bereiche

Für die durch die Zusatzbezeichnungen Innere Medizin / Psychosomatik definierten Bereiche innerhalb einer kardiologischen Abteilung/Klinik ergeben sich zusätzliche Anforderungen an Personal, Betten, Räumlichkeiten und Hilfsmittel entsprechend der gültigen Weiterbildungsordnung.

6. Schlussfolgerungen

Nur wenn die genannten Rahmenbedingungen erfüllt sind, können Patienten davon ausgehen, dass die Strukturqualität den Anforderungen, die mit dem Namen „Abteilung/Klinik für Kardiologie" verbunden sind, genügt.